E-Portfolio, Lernplattformen und LdL – moodle, mahara und ein Menschenbild

Vernetzen! Womit loslegen?

Erst sah es nur nach einem Vortrag an einer Universität aus. Das Thema: „Staatlicher EDV-Führerschein und moodle am Berufskolleg.“ Nachdem ich in diesem Jahr endlich auch aktiver Teilnehmer der moodlemoot in Deutschland sein durfte, ging es plötzlich wie ein Feuerwerk los – genauer: ein Neuronenfeuerwerk. Von den vielen tollen Szenarien zu Einsatzmöglichkeiten von Medien für einen Wechsel hin zu Neuem Lernen will ich hier nur den einen aber wohl entscheidenden Impuls herausgreifen: Im richtigen Moment am richtigen Ort. Der Zeitplan war verschoben und ich lauschte so den eigentlich auf meinem Tagesplan notierten Beitrag von Sigi Jakob, deren Folien ich hier auch direkt noch einmal verlinke.

E-Portfolio

Inspiriert durch diesen Vortrag zu E-Portfolios mit mahara fing ich an, weiter zu „stöbern“. Ich aktivierte mir einen twitter-Zugang und schrieb meinen ersten tweet:
Thinking about using moodle AND mahara – how can I start with mahara?
2:04 PM Mar 24th from web

Als ich später am Rechner noch einmal twitter aufrief hatte ich schon die erste Direct Message von @Networking_Lady mit dem netten Hinweis, mich einfach zu registrieren und bei mehr Informationsbedarf einfach nachzufragen…

Dies ist nur ein Beispiel, dass das twitter-Netzwerk, wenn ich mich geeignet „andocke“, auch wie ein Gehirn arbeiten kann. Google dagegegen denkt nicht (noch nicht?). Also registrierte ich mich auf mahara.org und probierte mal dieses Portfolio-Tool aus und begann Hintergrundinformationen zu sammeln. Startpunkte sind hier www.mosep.org oder die Seite von Heinz Krettek, der die deutsche Übersetzung in ein Paket packt. Eine Linksammlung hierzu habe ich zunächst in unser Schul-moodle geblogt. Später kam dann delicious dazu.

Lernplattformen

Um nicht auf Online-Geschwindigkeit angewiesen zu sein musste ich natürlich als Informatiker das mahara-Paket auf mein Netbook packen. Auch dies ist im Schul-moodle-Blog dokumentiert – wenn auch nicht so detaillliert wie ein „How To“.

Umzug und Verschmelzung

Den nächsten großen Schritt werde ich aber erst wagen, wenn unser Schulmoodle auf einen neuen Server umgezogen ist. Aktuellste PHP-Versionen und eine Serverbasis mit #ubuntu werden ein echtes Single-Sign-On (SSO) ermöglichen und aus moodle+mahara wird dann mahoodle. Erst wenn ich den Schülerinnen und Schülern und auch den Lehrenden eine reibungslose Nutzung ohne noch ein Login bieten kann, werde ich es wagen eine weitere Plattform anzubieten… Bis dahin wird moodle mit seinen Aktivitäten schon einmal von meinen lehrenden und lernenden Schülerinnen und Schülern zur Schatzsuche und -verwahrung – zumindest ansatzweise – genutzt werden können.

LdL

Nachdem ich mein Twitternetzwerk über Neue Lernkultur, Kompetenzraster, Coaching-Themen etc. (@mwoodlti, @lerncoaching) und Maschendrähte (http://maschendraht.mixxt.de/) weitergespannt hatte, stolperte ich fast über LdL. Das Gezwitschere wurde immer lauter und schließlich brachte @diegoerelebt einiges auf den Punkt mit ihrem Portrait zu Jean-Pol Martin, dem Zentralneuron zu LdL. Das Portrait ist so gelungen, dass ich nur schreiben kann: Lesen! Videos zum Menschenbild, und bitte auch die tiefere Verlinkung verfolgen, oder den Blog von Jean-Pol Martin – aber bitte nicht nur konsumieren 😉 Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang auch Christian Spannagel und noch viele andere aktive Denker, die ich hier nicht aufführen kann, die sich dem aktiven Leser aber in dem gesponnenen LdL-Netz erschließen werden.

Dann mal los – aber wie?

Dann war da noch der LdL-Tag. Wer so wie ich nicht dabei sein konnte kann hier ein wenig von dem Spirit nachspüren. Hier gibt es die geballte Informationsladung.

Wozu das Ganze?

Damit uns die Zukunft nicht „überrollt“?!
Wir müssen uns selbst – jeder einzelne Mensch – in die Lage versetzen, das Wissen genau in dem Moment generieren zu können, wenn wir es zu einer konkreten Problemlösungssituation benötigen. Plattformen sind dabei nur helfende Tools die vielleicht die individuelle Lernumgebung bereichern können. Entscheidend ist dabei aber auch ein neues Verständnis von „Lernen“ und eine gesteigerte Wertschätzung.

Denkarium

Nun ist der erste Blogbeitrag heraus, der Kopf wieder frei, die Gedanken im Denkarium. Morgen geht es direkt in die Praxis. LdL-Fach-Themen (Datenbank-Modelle und -Normalisierung) sind verteilt und ich werde versuchen, wieder „nur“ Souffleur zu sein. Die ersten Versuchstunden sind ganz gut geglückt. Freiwillige Schüler haben ganz schnell und souverän die Lehrenden-Rolle übernommen.  und auch z.B. wallwisher.com als Brainstorming-Tool genutzt. Jetzt kommt die Übungsphase. Beispielaufgaben durchgehen…

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4 Responses to E-Portfolio, Lernplattformen und LdL – moodle, mahara und ein Menschenbild

  1. diegoerelebt sagt:

    Hallo Watueueh,

    obwohl keine Lehrerin, bin ich ein großer Fan der Denkweise und des Menschenbildes, die hinter der Methode „Lernen durch Lehren“ steht: Informationsverarbeitung als Grundbedürfnis und eben auch „Weltverbesserung“ als Grundbedürfnis, und ddaran anknüpfend die ganze Idee von Menschenals Neuronen und Netzsensibilität als Chance, wirklich fruchtbare und emotional stärkende Verbindungen im Web 2.0 einzugehen usw. Ja, so ticke ich – so ticken wahrscheinlich die meisten Menschen – vor allem auch Eure Schüler/innen, denen Ihr durch LdL auf Augenhöhe begegnet, sie ernst nehmt, ihnen wirklich wahrhaftige „Nahrung“ gebt…

    Mein Portrait über/Interview mit Jean-Pol Martin hatte für mich einen mindestenbs zweifachen Wert:

    1. Ich hab all meine Lieblingsquellen endlich mal bündeln und in einen Zusammenhang bringen können (ein gutes Motiv für einen Blog-Eintrag, finde ich, so ist ja auch Dein Blog-Artikel eine wunderbare Zusammenstellung Deiner aktuellen Quellen).

    2. Ich konnte eine Verbindung mit diesem charismatischen Denker eingehen, die mich (und ja auch ihn) nachhaltig motiviert.

    Ich bin gespannt, was Du weiterhin – und hier im Blog auch für mich nachvollziehbar – aus Deiner Berührung mit diesem Denken machst. Ich schau gern wieder vorbei und folge Dir einfach mal auf Twitter… 🙂

    Projekte, die mit diesem ganzen Denken im Zusammenhang stehen, das Jean-Pol LEBT, beschreibne auch ich zukünftig in meinem Blog.

    Übrigens, kennst Du schon die Fortsetzung meines Portraits? http://diegoerelebt.wordpress.com/2009/05/17/jean-pol-ich-will-ein-ferkel-von-dir/

    Es grüßt die Göre

    • watueueh sagt:

      Liebe Göre,

      danke für die Geburtshilfe. Es ist toll zu erLeben, was Kommunikation aus unseren Gedanken machen kann.
      Auch wenn im Moment so viele Gedanken durchs Netz schwirren, das fast schon der Kopf platzt. Auch da merke ich, dass das festhalten eigener Gedanken – nein weitergeben dieser – befreiend und auch befruchtend wirkt .

      Eine geruhsame Nacht, watueueh

  2. @dieGoerelebt
    „die mich (und ja auch ihn) nachhaltig motiviert.“
    – Dass du mich motivierst, kannst du wirklich laut sagen. Und dieser neue Neuron bringt mich natürlich auch weiter in schwung!

  3. […] Kind aus dem Pariser Mittelstand mich so entwickelte, dass dieGoerelebt mich vor einigen Tagen als “charismatischen Denker” beschrieb? Das wäre ein guter Stoff, zumal mit Modellcharakter. Da im meinem Leben eine enorme […]

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