Inseln mit Häfen – Reply to „LMS in Zeiten von Web 2.0“

Nachfolgenden Post findet ihr redundant auch auf
Posted by watueueh at 2009-10-05 09:26

Auch ich habe die Keynote leider nicht miterleben dürfen, möchte aber hier die ergiebige Diskussion ergänzen. Gerade die R. Scheppler sehr anschauliche Darlegung gefällt mir. Ich möchte aber noch einen Schritt weiter gehen. In schulischen Lernumgebungen brauchen wir beides – Inseln, die schützen und Häfen, von denen aus die Welt „erobert“ werden kann und wo die Schätze heimgebracht werden können.

Die LMS sind heutzutage so mächtig und justierbar, dass es ein Leichtes ist, diese Inseln zu schaffen – und die Vernetzung über die Häfen geht auch schon. Es kommt halt auf die Gestaltung an:

Weg von Content-Bunkern hin zum Bau des Hafenanlegers und des Insel-Dorfes, wo jeder seine Schätze hintragen kann. Und dann noch ein Marktplatz, der mit der Welt vernetzt ist. Womit der Architekt diese Lernflächen (nicht Räume) schafft ist dann nur noch eine Detailfrage. Moodle, Ilias und Co. bieten schon heute die Möglichkeiten, mehr als nur geschlossene Räume zu schaffen. Wenn dann noch Mahara oder WordPress oder,.. mit vernetzt werden, wird die Freiheit grenzenlos. Und da fangen dann vielleicht die Probleme an.

Ein Beispiel dazu: Darf eine schulische Lernumgebung Web2.0-Inhalte einbetten lassen? Also konkret, moodle-Blog oder Foren mit dem Recht, Objekte einzubetten? Schön wäre hier ein klares Ja, mit verantwortungsvollen lernenden Autoren. Doch hier kommt schnell Kritik. „Da kann dann ja jeder machen was er will“.

Wie ein moodle-Kurs bestückt werden kann, der nicht mehr Content in den Vordergrund stellt, sondern die Kommunikation unterstützt, habe ich unter https://watueueh.wordpress.com/2009/08/18/moodle-trenne-content-und-aktivitat/ begonnen zu skizzieren. Auch dies sind nur erste Gedanken.

Es darf aber nicht vergessen werde, dass oftmals eine Nutzung der digitalen Welt nur schwer möglich ist, da die digitalisierung in den Schulräumen erst beginnen muss. Netbooks, Touch-E-Books und freier Drahtlos-Netzzugang für Schülerinnen und Schüler sind doch heute leider noch eine Utopie. Und selbst in meinen Stunden, die fast ausnahmslos in EDV-Räumen mit Rechnerausstattung für jeden einzelnen SuS stattfinden, ist die Nutzung der elektronischen Kommunikation noch für manche Schülerinnen und Schüler wie eine andere Welt (Insel), da sie in den restlichen 30 Wochenstunden eben nicht in dieser Welt kommunizieren (dürfen). Aber auch dies wird sich wandeln und die Nutzung der digitalen Kommunikation wird hoffentlich irgendwann so alltäglich sein, wie heute College-Block, Taschenrechner, Sachbuch und Formelsammlung.

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One Response to Inseln mit Häfen – Reply to „LMS in Zeiten von Web 2.0“

  1. […] komplett abgeschotteten Umgebung. Eine Insel mit Häfen zu der Außenwelt könnte die Lösung sein. Gedanken dazu habe ich als Kommentar zu „LMS in Zeiten von Web 2.0“ bereits notiert. Aber wer […]

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