Webzugang und Protokollierung in Schulen

Aktuell beschäftigt mich mal wieder das schneidige Thema „Wie viel Protokollierung darf oder muss ein schulischer Lehrer-Administrator aktivieren?“

  • Was ist hier notwendig?
  • Was ist zulässig?

Die technische Machbarkeit schafft hier vielleicht Begehrlichkeiten, die über das Ziel hinausschießen. Und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit wird erschwert, je nachdem wieviel und von wem einsehbar abgespeichert wird.

Themen sind

  • Aufsichtspflicht
  • Internetzugang freischalten, wenn dies der Pädagoge für notwendig hält
  • Zugangssperrung bedingt durch z.B. Jugendschutz
  • Zugangssperrung zu Seiten, die „unnötig ablenken“ („Freetime“-Kategorie)
  • Internetzugriffe personifiziert protokollieren
  • Protokollierung An-und Abneldung und/oder gestarteter Anwendungen
  • Bildschirmdokumentation

Vieles ist möglich und wird von manchen verantwortlichen EDV-Raum-Nutzern gefordert. Auch in moodle und co. sind die Möglichkeiten selbst ohne SQL-Direktzugriff auf die Datenbank riesig. Und wo Daten anfallen, kann auch das Interesse an deren Auswertung geweckt werden.

Ein Linuxer würde sagen „Ich bin root, ich darf das“. Und wie positioniert sich hier ein demokratieliebender Administrator-Lehrer?

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3 Responses to Webzugang und Protokollierung in Schulen

  1. Daniel Eisenmenger sagt:

    Ein guter Überblick zum Thema findet sich hier bei lo-recht:

    http://www.lehrer-online.de/fall-des-monats-09-09.php

    Hoffe, das hilft dir ein wenig weiter!

  2. Blar sagt:

    * Internetzugriffe personifiziert protokollieren
    * Protokollierung An-und Abneldung und/oder gestarteter Anwendungen
    * Bildschirmdokumentation

    Diese Punkte würde ich grundsätzlich ablehnen, da auch Schüler ein Recht auf Privatsphäre haben.

    * Zugangssperrung zu Seiten, die „unnötig ablenken“ (“Freetime“-Kategorie)

    Dies finde ich sollte als Teil der Medienkompetenz im Unterricht behandelt werden und nicht standardmässig, sondern nur bei extremer Fremdnutzung als letztes Mittel und nach mehrmaliger Ermahnung angewendet werden.

  3. Also ich würde das Protokllieren bei so manchen Sachen aktivieren oder besser gesagt starten. Andere sind besser nicht anzuwenden, da man dann nichts mehr machen kann, ohne dass einem auf die Hände geschaut wird

    Aktivierung der Protokollierung für Softwareaktivitäten außerhalb des Schulnetzes wäre ratsam, jedoch nicht die Bildschirmprotokollierung oder gar das protokollieren von Tastaturanschlägen. Das würde meinerseits zu stark in das Privatleben jedes einzelnen Schülers gehen.

    Bei Moodle könnte ich mir persönlich vorstellen, bestimmte Wörter und Wortgruppen blocken zu lassen, als eine Art Verschlüsselung gelten zu lassen… Es gibt eine menge Tools, die z.B. aus dem Wort „Blödmann“ ein viel schöneres Wort machen können. Nehmen wir da mal dann für dieses Wort einfach „zurückgelasseners Gedächtnis“ etc. 🙂
    Dafür kann man sich ja mal die macht von php anschauen – Tutorials oder dergleichen –

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