Mahara: Artefakte per Blog in Ansicht integrieren

2011-03-24

Die nachfolgend eingetragenen Links beziehen sich auf die Nutzung von Mahara auf http://mahara.org.

Um eine Ansicht leicht per Blogbeitrag zu „füttern“, ist folgende Vorgehensweise denkbar:

1. Einstellungen verändern

Auf „Settings | My Account“ (http://mahara.org/account/) muss die Nutzung mehrerer Blogs ermöglicht werden: Hierzu wird im Abschnitt „General account options“ die Einstellung „Enable multiple blogs“ [x] aktiviert. Dadurch wird es möglich mehrere „Themenblogs“ zu führen.

2. Erstellung der Ansicht (View)

Als nächstes erstelle ich unter „My Portfolio | My Views“ (http://mahara.org/view/) eine neue Ansicht. Danach wird die Ansicht gestaltet, indem gewünschte Blöcke hinzugefügt werden. Um die Blogpostings auch zu integrieren wird schließlich aus dem Bereich „Blogs“ der gesamte (Blogs – Display entire Blog) oder ein Teil des Blogs (Recent Blog-Posts – Display the most recent Blog-Posts) in die Ansicht hineingezogen. Dieser Block erhält einen Titel und eine Angabe zur Anzahl der anzuzeigenden Post pro Seite.

3. Eigene Übersichtsseite (View) erstellen.

Um schnell immer wieder aufzurufende Seiten wie z.B. „New Blog-Posting“ selbst schnell zu erreichen, kann eine weitere View mit den wichtigsten Links erstellt werden.

Viel Erfolg bei der Portfolio-Arbeit!

Anmerkung:

Diese Vorgehensweise ist nur für persönliche Ansichten möglich. Für Gruppenarbeiten steht leider derzeit keine Möglichkeit zur Verfügung, gemeinsam das Blog-System zu integrieren.

Übrigens: Diesen Text finden Sie auf meiner öffenlichen Ansicht zu Portfolioarbeit auf mahara.org: http://mahara.org/view/view.php?id=36283


Kollaborative Lernkartei im Moodle-Wiki zur Klassenarbeit nutzen

2010-11-01

Fazit:

Mit einem gemeinsam gefüllten Wiki kann kollaborativ gelernt werden. Auch in Prüfungssituationen kann das Wiki als Hilfsmittel eingesetzt werden. Durch konkrete Regeln kann  dies auch prüfungskonform  genutzt werden. Die Schüler übernehmen so individuell Verantwortung.

Leistungsbewertung

Derzeit haben Schülerinnen und Schüler einer meiner Klassen arbeitsteilige Themen individuell und kollaborativ in unserem Moodle per Wiki dokumentiert. Nun steht eine Leistungsüberprüfung in Form einer Klassenarbeit an. Hierbei lasse ich den Inhalt des Wikis genauso zu, wie das „klassische Schulfachbuch“. Die Nutzung ist aber für die Prüfungssituation an Reglen gebunden:

  • Das Material ist im Raum nur an einer Stelle verfügbar. D.h. ein Exemplar des Schulbuches und ein Rechner stehen zur Verfügung. Das Schulbuch enthält Inhalts- und Stichwortverzeichnis, wird aber ohne weitere Markierungen gestellt. Der Inhalt aus Moodle wurde von mit per HTML-Export zu einem Zeitpunkt fixiert und auf dem bereitgestellten Rechner ausgepackt – die Index-Seite wird im Webbrowser geöffnet.
  • Jeder Prüfling darf den Infoplatz maximal zweimal aufsuchen.
  • Analog der Idee der Laufdiktate aus dem Primarbereich sind am Infoplatz keine Notizen zulässig – Stift und Papier bleiben am Platz des Prüflings.
  • Die Idee des Klassenwikis habe ich der Lernkartei aus dem SOL-Konzept nachempfunden: Betreut vom SOL-Instut (http://www.sol-institut.de) macht sich meiner Schule ein Teil des Kollegiums in dieser Richtung konzeptionell auf den Weg. Bei der Lernkartei erstellen/füllen die Schülerinnen und Schüler Karteikarten zu unterschiedlichen Begriffen/Themen. Alle Karten enthalten auch den Namen des verantwortlichen Autors. Und alle Karten stehen in einer gemeinsamen Box auch in der Klassenarbeit z.B. jedem maximal zweimal zur Verfügung. Die Umsetzung im Wiki ist dagegen papierlos: Die Inhalte stehen im Prüfungsmoment am Bildschirm zur Verfügung.

Ausblick

Selbstverständlich wären auch Varianten denkbar. Bei einer Prüfung mit Rechnern (z.B. mit Programmieraufgaben) könnte allen Prüflingen eine lokale Kopie des Wikis zur Verfügung stehen. Und wer wirklich auf die Zukunft vorbereiten will, stellt halt so geniale Aufgaben, dass auch die frei Nutzung des Webs zulässig sein könnte. Und: An Kompetenzraster oder Kompetenzprofile kommt natürlich eine doch irgendwie noch „klassische“ Klassenarbeit lange nicht dran – unter diesem Gesichtspunkt bleibt diese Art der Leistungsbewertung auch mit Wiki noch wenig individuell – doch dies ist noch ein anderes Thema.

Umsetzung

Zurück zur Wiki-Nutzung: Grundidee bleibt, den Schülerinnen und Schülern die Verantwortung für die Inhalte zu übergeben. Was im Wiki steht wird also nicht im Detail von mir überwacht. Blindes Abschreiben der Inhalte wird auch nicht so einfach passieren, da keine Notizen am Infoplatz gemacht werden.

Feedback

Was haltet ihr von solch einer Prüfungssituation?


moodle – Nur eine Zwischenstation?

2009-10-19

Kernfragen:

  • Ist moodle nur eine Zwischenlösung auf dem Weg zu einer „echten“ persönlichen, digital unterstützten Lernumgebung?
  • Kann dieser Zwischenschritt für „Bis-heute-noch-kein-moodle-Nutzer“ übersprungen werden?
  • Und wie sehen die nächsten sinnvollen Schritte für Verantwortliche schulischer Lernplattformbetreiber aus?

Situation im Web-2.0-Zeitalter

Es läuft wieder eine Diskussion zu Sinn und Unsinn (nur) schulischer Lernumgebungen. Sehenswert ist in diesem Zusammenhang das Video von @TomWhitby welches auch von Matthias Heil auf  „Vernetzte Lernende: Ideal- und/oder Zerrbild?eingebettet ist. Weiterhin hat z.B. Sigi ein wunderbares Plädoyer für die Portfolioplattform Mahara als Kommentar auf meinen Beitrag  Gruppen mit nur einem Teilnehmer – Wiki als persönliche Mitschrift in moodle geschrieben. Mit einem offenen Ohr (Auge) auf Twitter und bildungsrelevanten Blogs formiert sich dann die Aussage

moodle allein – kann es nicht sein!

Weitere Schritte

Und daraus folgen dann die oben notierten Kernfragen zur weiteren Vorgehensweise. Mahara dazupacken? Das wäre ein weiterer Schritt, aber der allein reicht nicht. Ob Googles Wellenschläger „Wave“ eine Teillösung bieten kann ist derzeit noch nicht zu beurteilen, da die ersten „Beta-Nutzer“ zwar drin sind, aber halt zunächst „unter sich“.

Ein Punkt ist auf jeden Fall klar: Medienbildung umfasst sowohl Medienkompetenz als auch Sozialkompetenz und dies idealerweise in einer nicht komplett abgeschotteten Umgebung. Eine Insel mit Häfen zu der Außenwelt könnte die Lösung sein. Gedanken dazu habe ich als Kommentar zu „LMS in Zeiten von Web 2.0“ bereits notiert. Aber wer betreibt (hostet) die Insel und welche Häfen werden mit Linienfahrplänen standardmäßig angefahren? Wer übernimmt die Kosten und stellt Ressourcen für die Technik und Grundeinstellung bereit?


Zehn Jahre zepman – zehn Jahre Online

2009-06-29

watueueh ist auch ein zepman

Herzlichen Glückwunsch:  http://zepman.de wird am 2.Juli 2009 <b>ZEHN</b>. Zehn Jahre Online-Zeit sind eine Menge. Da hast Du Dir den Ruhestand verdient. Alt geworden bist Du, Man sieht es Dir an. Deine Inhalte (die wenigen statischen) sind uralt. Mehr als mal *ne Geburtsanzeige ist wohl nicht zu holen.

So will ich Dich auch in Ruhe lassen, Gebe mir nur weiterhin brav meine Mails. Mehr musstest Du bisher nie können. WordPress schafft Du nicht, zumindest nicht in der Paket-Liga, in der Du spielst. So werde ich in Zukunft hier endlich anfangen wirklich regelmäßig zu schreiben und  teilnehmen am web20. Der Anfang ist gemacht, doch bislang reicht meine Online-Power zwar schon für viele Tweets (http://twitter.com/watueueh).

Schade, dass irgend ein Nutzer mir Deinen Namen auf Twitter schon belegt hatte und nicht nutzt. Sonst hätte ich nicht „watueueh“ (Sprich „Watü“) in der Netzwelt aufleben lassen müssen. Aber der ist noch jung und frisch und hat ne Menge Web-Power – und sogar schon mehr als 800 Tweets. Und dadurch habe ich viele interessante Menschen begonnen kennenzulernen – auf eine netzsensible Art halt. Und gelernt habe ich hier.

Danke, dass Du mir den Weg gezeigt hast. Feier schön.


Nörgeln – Nein danke! – Offener Brief an den Kreiselternrat Paderborn

2009-05-22

Zwei meiner Kinder besuchen derzeit den Kindergarten (oder muss ich Kindertagesstätte schreiben?) in unserem kleinen Ort nahe Paderborn. Aktuell gibt es eine Fragebogenaktion des Kreiselternrates Paderborn zur Zufriedenheit mit den Einrichtungen im Kreis (der Fragebogen liegt dem Autor vor).

Bitte Nörgeln?

Leider gibt der Fragebogen nur dem sehr verbreiteten Nörgler Kommentierungsspielraum: Dort geht es los mit Fragen wie „Wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten?“ oder „Was wünschen Sie zu …“. Es entsteht der Eindruck, überall müsse nur noch nachgebessert werden oder irgendwelche Missstände sollen „endlich behoben“ werden. Ich vermisse Fragen wie „An der Arbeit in der Kita finde ich besonders gut, dass …“ oder „Die Durchführung folgender Aktionen halte ich auch für andere Einrichtungen empfehlenswert….“

Nein! Danke

Ich möchte noch einmal ganz klar sagen: In unserem Kindergarten wird viel, wertvoll und herzlich mit den Kindern gearbeitet. Es bleibt für mich die Zuversicht, dass das Team in naher Zukunft auch die Herausforderungen einer Erweiterung auf dem hohen Niveau meistern wird. Räumlich bedingt dies eine anfängliche hohe Improvisation und bezüglich niedrigeren Altersstufen wird Neuland betreten. Und ich bin guter Dinge dass dies geschafft werden wird.

Mein Fazit:

Die Fragebogenaktion bedingt eine Antwort: Hier ist sie! Doch sollte die nicht durch stupides Ausfüllen oder gar Verbreiten des vorliegenden Fragebogens erfolgen. Ich denke dabei eher an eine Nennung aller positiv wahrgenommenen Aktivitäten. Hier möchte ich heute nur beispielhaft zwei der vielen Aktivitäten nennen, die unsere Kindern den auf dem Weg in ihre Zukunft begleiten: Da gibt es regelmäßig Ausflüge in die nahegelegenen Wälder (Waldtage). Es werden Experimente mit den Kindern erlebt (Haus der kleinen Forscher).

Weiter so!

An das Erzieherinnenteam noch einmal: „Weiter so!“ und danke für den Einsatz für unsere Kinder.

Ich möchte schließen mit einem Zitat:
Dr. Eckhart von Hirschhausen sagt „Stärken zu stärken ist so viel sinnvoller als an seinen Schwächen herumzudoktern.“ Weiter führt er aus „Stärkt man seine Stärken, wird man einzigartig.“ (Nachzulesen hier).