Gruppen mit nur einem Teilnehmer – Wiki als persönliche Mitschrift in moodle

2009-09-11

Grundausstattung virtueller Klassenraum (z.B. in moodle)

Nach der Idee, möglichst konsequent Aktivitäten und Materialien zu trennen, wird mir langsam klarer, was einer Klasse als virtueller Raum zur Verfügung gestellt werden könnte, und wie diese fein eingestellt werden können. Es folgen heute die Einstellungsideen für ein „persönliches Wiki“.

Was heisst hier „persönliches Wiki“?

Ich möchte den Schülerinnen und Schüler mit dieser Aktivität in moodle die Möglichkeit geben,
allein oder mit dem Lehrer Inhalte zu gestalten. Das heisst, es kann nur der einzelne Schüler und sein Lehrer die Inhalte jeweils einsehen und gestalten.

Persönliches Wiki – wozu?

Die Einsatzmöglichkeiten für dieses „persönliche Wiki“ sind z.B.

  • individuelle Mitschrift
  • Lerntagebuch
  • eine Praktikumsmappe online zu führen
  • gemeinsame Inhalte zunächst alleine vorzubereiten (dieses kann dann ins gemeinsame Wiki übertragen werden…)
  • Bedienung des Wikis individuell üben

Wie stelle ich diese Aktivität ein?

Gruppen mit nur einem Teilnehmer – Wiki als persönliche Mitschrift in moodle?
Um einen individuellen Zugriff zu gewährleisten erstelle ich die Aktivität mit den üblichen Beschreibungen. Wichtig ist die Auswahl „getrennte Gruppen“. Um alle Gruppen zu erstellen lass ich von moodle automatisch Gruppen erstellen (Kurseinstellungen – Gruppen). Dabei wähle ich „1“ Teilnehmer pro Gruppe. Danach erhalte ich soviele Gruppen wie eingeschriebene Kursteilnehmer. Die Bezeichnungen lauten dann z.B. Gruppe A, Gruppe B etc. Die Schülerinnen und Schüler können dann auf der Wiki-Startseite ihren Namen eintragen. So habe ich sofort bei auswahl einer Gruppe auf der Startseite auch den verantwortlichen „Redakteur“. Später kann ich in Ruhe die Gruppennamen umbenennen und durch die Schülernamen ersetzen.

Die moodle-Hilfe zum Wiki ist vielleicht etwas knapp, kann aber hilfreich sein, um Formatierungen nachzuschlagen. Dann also los, anfänglich gebe ich eine Minimalstruktur vor, um den Schülerinnen und Schülern die Navigation zu erleichtern.

Los geht’s – individuelle Förderung per Wiki 🙂

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moodle: Trenne Content und Aktivität

2009-08-18

Ein Rezept für moodle mit einem Schuss mediabird

Nachfolgend will ich nur schnell eine Konzeptidee anreißen. Gedankensplitter, aber noch nichts wirklich ausgereiftes…

Neues Schuljahr – alte moodle-Kurse

Jedes Jahr einfach die alten moodle-Kurse nehmen. Aktivitäten leeren und ganz nach Belieben komplett oder nach und nach freischalten, das wäre doch zu einfach. Und geht irgendwie nicht. Die Kurse aus meinen letzten Schuljahren sind einfach jedes Jahr neu zu strukturieren. Gerade IT-Themen wandeln sich einfach zu schnell.

Also schnell eine Idee. Angeregt von der moodlemoot 09 in Bamberg (hier muss ich noch den Link zum Vortrag on Marc Lachmann reinkopieren….)  schwebte mir also schon länger die Überlegung einer Umstrukturierung vor. Ganz so weit wie Marc möchte ich nicht gehen und „Superstudents“ ernennen – zumindest noch nicht. Aber die Trennung von Material (Content) und Aktivitäten (also Unterrichtsverlauf im Schuljahr) ist vielleicht die derzeit optimalste Lösung.

Trennungsidee:

1. Content

Ich erstelle (oder überarbeite alte) einen Materialkurs pro Fach/Thema. Dieser enthält – wie ein Schulbuch – aber halt webmäßig – das Material. Sorry liebe moodle-Freunde, aber dies ist zunächst die gute alte „elektronische Wäscheleine (vgl. U. Montgomery). Idealerweise ist hier nur Copyleftmaterial drin. Die Rechte können dann „Gastzugang“ werden. Ja der Schüler darf dann wirklich anonym stöbern. Ich muss ja nicht schauen, wer, wann, was angeschaut hat.  Wer will schon alles überwachen?  Diese Materialien müssten ja nicht einmal in einem moodle liegen…

2. Aktivitäten

In einem Klassenraumkurs erhält die Klasse den Raum für Aktivitäten:

  • Nachrichtenforum: Lehrer verkündet Wichtiges…
  • Klassenforum: Offen für alles zumindest schulische.
  • Fachforum: Hier kann der Unterrichtsverlauf aktiviert werden. Aufgabenstellungen Lösungen und Kommunikation….
  • Chat: aber mit Protokoll, für schnelle Notizen.
  • Glossar: Fachlexikon
  • Wiki: Fachwiki
  • Persönliche Wikis – Mit getrennten Gruppen und jeweils nur einem Teilnehmer. Hier kann jeder „alleine“ (mit Lehrer)  mitschreiben. Spätere Freigabe erwünscht..
  • Feedback für Evaluation und Umfragen.

Das wäre die Grundausstattung.

Also Moodle-Kurs mit gerademal einem Themnblock.

Ja und dann noch die Möglichkeiten zur Selbstkontrolle: Tests und Lektionen, vielleicht auch ein Workshop. Vielleicht ein Testhighscore der besten Drei. Aber bitteschön: Ich möchte moodle nicht zur Leistungsbewertung miss-/ge-brauchen. Das erscheint mir zu demotivierend.

Ja und abgerundet wird das ganze durch den Einsatz der moodle-Erweiterung  mediabird, einem wirklich tollen persönlichen kursübergreifenden Notizblock mit Teamfunktionen und Karteikartensystem. Hier bekommen die Schülerinnen und Schüler die freie Verantwortung für ihre Notizen und auch dafür wer diese einsehen kann. Das ist zwar noch kein Portfolio-Tool, aber es funktioniert einfach intuitiv.

Jetzt also ran an den Feinschliff. Kurse umbauen, Schülerinnen und Schüler Zugang geben und Lernerfolge begleiten.