Vorschlag zur moodle-gestützten Reflexion einer LdL-Einheit

2009-05-28

Die Schülerinnen und Schüler können Ihre Gedanken nach einer LdL-Einheit z.B. als Blog-Beitrag festhalten. Hierzu gebe ich heute meinen Schülern zwei „Grundgerüste“ vor:

1. Reflexion des lernenden Lehrers:

„Reflexion: per LdL
Heute habe ich meine erste eigene LdL-Einheit gehalten. Hier sind meine Gedanken dazu:

* Wie fühle ich mich?
* Was haben meine Mitschüler/innen heute gelernt?
* Was lief gut (Woran habe ich dies erkannt?)
* Was hat nicht (so gut) geklappt (Woran habe ich dies erkannt?)

2. Reflexion der Lernenden

Schreibt bitte einen Blog-Eintrag zu den Fragestellungen

* Was habe ich gelernt?
* Was hat noch nicht geklappt?
* Was fand ich besonders gut? (Woran habe ich dies erkannt?)

Um die Bündelung über die Schlagwort-Wolke zu gewährleisten sollte der Souffler ggf. Schlagworte vorgeben. Heute habe ich dies konkret benannt:

Als Schlagworte sollten auf jeden Fall LdL, HIM, Webserver, Zugriffsschutzangegeben werden.

Wie soll der Beitrag veröffentlicht werden? Ein öffentlicher Zugriff und dessen Auswirkungen sollte aber vorab thematisiert worden sein, soweit dieser vom moodle-System zugelassen wird.

Der Beitrag sollte auf „Alle auf dieser Webseite“ veröffentlicht werden. Falls ihr sicher seid, die ganze Welt von euren Gedanken in Kenntnis setzen zu wollen, könnt ihr auch auf „Alle (öffentlich)“ schalten.

Dies ist ein erster Entwurf. Wir werden sehen, ob dies praktikabel ist.


E-Portfolio, Lernplattformen und LdL – moodle, mahara und ein Menschenbild

2009-05-19

Vernetzen! Womit loslegen?

Erst sah es nur nach einem Vortrag an einer Universität aus. Das Thema: „Staatlicher EDV-Führerschein und moodle am Berufskolleg.“ Nachdem ich in diesem Jahr endlich auch aktiver Teilnehmer der moodlemoot in Deutschland sein durfte, ging es plötzlich wie ein Feuerwerk los – genauer: ein Neuronenfeuerwerk. Von den vielen tollen Szenarien zu Einsatzmöglichkeiten von Medien für einen Wechsel hin zu Neuem Lernen will ich hier nur den einen aber wohl entscheidenden Impuls herausgreifen: Im richtigen Moment am richtigen Ort. Der Zeitplan war verschoben und ich lauschte so den eigentlich auf meinem Tagesplan notierten Beitrag von Sigi Jakob, deren Folien ich hier auch direkt noch einmal verlinke.

E-Portfolio

Inspiriert durch diesen Vortrag zu E-Portfolios mit mahara fing ich an, weiter zu „stöbern“. Ich aktivierte mir einen twitter-Zugang und schrieb meinen ersten tweet:
Thinking about using moodle AND mahara – how can I start with mahara?
2:04 PM Mar 24th from web

Als ich später am Rechner noch einmal twitter aufrief hatte ich schon die erste Direct Message von @Networking_Lady mit dem netten Hinweis, mich einfach zu registrieren und bei mehr Informationsbedarf einfach nachzufragen…

Dies ist nur ein Beispiel, dass das twitter-Netzwerk, wenn ich mich geeignet „andocke“, auch wie ein Gehirn arbeiten kann. Google dagegegen denkt nicht (noch nicht?). Also registrierte ich mich auf mahara.org und probierte mal dieses Portfolio-Tool aus und begann Hintergrundinformationen zu sammeln. Startpunkte sind hier www.mosep.org oder die Seite von Heinz Krettek, der die deutsche Übersetzung in ein Paket packt. Eine Linksammlung hierzu habe ich zunächst in unser Schul-moodle geblogt. Später kam dann delicious dazu.

Lernplattformen

Um nicht auf Online-Geschwindigkeit angewiesen zu sein musste ich natürlich als Informatiker das mahara-Paket auf mein Netbook packen. Auch dies ist im Schul-moodle-Blog dokumentiert – wenn auch nicht so detaillliert wie ein „How To“.

Umzug und Verschmelzung

Den nächsten großen Schritt werde ich aber erst wagen, wenn unser Schulmoodle auf einen neuen Server umgezogen ist. Aktuellste PHP-Versionen und eine Serverbasis mit #ubuntu werden ein echtes Single-Sign-On (SSO) ermöglichen und aus moodle+mahara wird dann mahoodle. Erst wenn ich den Schülerinnen und Schülern und auch den Lehrenden eine reibungslose Nutzung ohne noch ein Login bieten kann, werde ich es wagen eine weitere Plattform anzubieten… Bis dahin wird moodle mit seinen Aktivitäten schon einmal von meinen lehrenden und lernenden Schülerinnen und Schülern zur Schatzsuche und -verwahrung – zumindest ansatzweise – genutzt werden können.

LdL

Nachdem ich mein Twitternetzwerk über Neue Lernkultur, Kompetenzraster, Coaching-Themen etc. (@mwoodlti, @lerncoaching) und Maschendrähte (http://maschendraht.mixxt.de/) weitergespannt hatte, stolperte ich fast über LdL. Das Gezwitschere wurde immer lauter und schließlich brachte @diegoerelebt einiges auf den Punkt mit ihrem Portrait zu Jean-Pol Martin, dem Zentralneuron zu LdL. Das Portrait ist so gelungen, dass ich nur schreiben kann: Lesen! Videos zum Menschenbild, und bitte auch die tiefere Verlinkung verfolgen, oder den Blog von Jean-Pol Martin – aber bitte nicht nur konsumieren 😉 Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang auch Christian Spannagel und noch viele andere aktive Denker, die ich hier nicht aufführen kann, die sich dem aktiven Leser aber in dem gesponnenen LdL-Netz erschließen werden.

Dann mal los – aber wie?

Dann war da noch der LdL-Tag. Wer so wie ich nicht dabei sein konnte kann hier ein wenig von dem Spirit nachspüren. Hier gibt es die geballte Informationsladung.

Wozu das Ganze?

Damit uns die Zukunft nicht „überrollt“?!
Wir müssen uns selbst – jeder einzelne Mensch – in die Lage versetzen, das Wissen genau in dem Moment generieren zu können, wenn wir es zu einer konkreten Problemlösungssituation benötigen. Plattformen sind dabei nur helfende Tools die vielleicht die individuelle Lernumgebung bereichern können. Entscheidend ist dabei aber auch ein neues Verständnis von „Lernen“ und eine gesteigerte Wertschätzung.

Denkarium

Nun ist der erste Blogbeitrag heraus, der Kopf wieder frei, die Gedanken im Denkarium. Morgen geht es direkt in die Praxis. LdL-Fach-Themen (Datenbank-Modelle und -Normalisierung) sind verteilt und ich werde versuchen, wieder „nur“ Souffleur zu sein. Die ersten Versuchstunden sind ganz gut geglückt. Freiwillige Schüler haben ganz schnell und souverän die Lehrenden-Rolle übernommen.  und auch z.B. wallwisher.com als Brainstorming-Tool genutzt. Jetzt kommt die Übungsphase. Beispielaufgaben durchgehen…