Stärken suchen und Talente fördern

2010-04-23

Ich stöbere immer wieder gerne im „Handbuch Portfolioarbeit„.  Wer von der „Philosophie“ Portfolioarbeit überzeugt ist, oder sich zumindest davon anstecken lassen möchte, sollte dieses Werk sich auch einmal vornehmen.

Hier fasse ich einige Aussagen eines Beitrages von Ilse Brunner (ab S. 73), welche mir besonders gut gefallen, zusammen:

Voraussetzungen für erfolgreiche Portfolioarbeit

Grundeinstellung zu Lernprozessen

„Stärken suchen und Talente fördern“

  • jeder Mensch ist Einzigartig
  • Wertschätzung der individuellen Begabungen
  • individuelle Interessen berücksichtigen
  • Bedeutung der Lernergebnisse erkennbar machen

Wir schätzen so die  „individuellen Lebensprojeke“

Reflexion fördern

Durch gezielte Fragen kann der Lerner zur eigenen Reflexion animiert werden. Mit vier einfachen, aber zentralen Fragen kann die Gruppe – aber auch im Einzelgespräch der Lerner – zur Reflexion angeregt werden:

„Was fällt Euch auf?“
„Was versteht ihr davon?“
„Welche Fragen fallen euch dazu ein?“
„Welche Muster könnt ihr erkennen?“

Als wohl die wichtigste Voraussetzung sollte zunächst ein (höheres) Vertrauen (Klima) geschaffen werden. Brunner zitiert hier

„Der Lerner lernt den Lehrer“ (Humberto Maturana, 2004)

Die Lerner nehmen die Persönlichkeit des Lehrers mit auf – und dies oft ganz unbewusst. Dies ist eine ideale Voraussetzung, um die gegenseitige Wertschätzung zu fördern.

(nach Ilse Brunner, in „Das Handbuch Portfolioarbeit“, Brunner/Häcker/Winter (Hg.), Klett | Kallmeyer, 2009, S. 73ff.)

Und jetzt:

  • selber lesen
  • umsetzen
  • reflektieren

Um Portfolioarbeit digital zu begleiten muss ich noch abschließend auf Mahara hinweisen. Mit Mahara steht eine OpenSource Plattform frei zur Verfügung, welche den Portfolio-Gedanken derzeit wohl am besten auf einer Webplattform umzusetzen hilft.


So gelingt Lernen – mit und ohne „E“

2009-10-07

Hier sind zwei Auszüge aus der Keynote von @mwoodlti, welche ich leider nicht live erleben konnte:

Man nehme

Design – Online-Didaktik – Konzeption – Methoden – Technik – Schnittstellen – Flexibilität – Zielorientierung – Haltungen – Humor – Kreativität – informelles Lernen – Reflexion – StärkenorientierungZielorientierung – Erwartungen – Zuversicht – Feedback – Flexibilität

aus: „Moodle und der Adlerblick auf das Unwesentliche“ Keynote von Max Woodtli, Seite 44

http://moodlemoot.moodle.de/file.php/30/Folien/Moodle_und_der_Adlerblick_fuer_das_Unwesentliche.pdf – GuestLogin

Interessant  ist auch die Seite 56:

Visible Teaching – Visible Learning
When teachers SEE learning through the eyes of the student
and
When students SEE themselves as their own teachers

Da sind parallele Ansätze zu LdL ersichtlich.